Bern – Top Things to do – in 24 Stunden

Wer uns besser kennt der weiß, dass wir aus jeder noch so blöden Situation versuchen, etwas Gutes darin zu erkennen. So auch bei der Pandemie… anstelle von Fernreisen, kommen wir nun endlich dazu die abwechslungsreiche und wunderschöne Schweiz von allen Seiten zu entdecken.

So entschieden wir uns diesen Sommer erstmals, nach bereits 5 Jahren in unserer zweiten Heimat, der Schweiz, die De-facto-Hauptstadt des Landes zu erkunden. Viele Touristen sind überrascht, dass nicht Genf oder Zürich den Titel der Hauptstadt einnimmt, sondern Bern. Aber weshalb «de facto»? Nun, die Schweiz hat offiziell keine Hauptstadt.

Tja wie so oft, es dreht sich einmal wieder um Bürokratie… Nirgends wurde vertraglich festgehalten, dass Bern die Hauptstadt der Schweiz sei. Im Gesetz ist lediglich erwähnt, dass sich die Bundesversammlung in Bern versammelt und die Stadt Bern Amtssitz des Bundesrates ist. Bern trägt deshalb den Titel «Bundesstadt».

Nur etwas Hintergrundwissen am Rande…😉

Wir packten also spontan an einem sonnigen August-Wochenende unsere Koffer und buchten uns eine Unterkunft in Bern. Da wir mit unserem 4-beinigen Rhodesian Ridgeback unterwegs waren, suchte ich uns ein Programm raus, wo jeder auf seine Kosten kam 😉

Punkt 8 Uhr saßen wir nach einem ausgiebigen Frühstück im Auto in Richtung Bern. Nach einer guten Stunde Fahrzeit trafen wir bei unserem ersten Programmpunkt ein – der Gurten, Berns Hausberg.

Wir parkten unser Auto im Parkhaus direkt neben der Talstation der Gurtenbahn, jedoch bevorzugten wir den schweißtreibenden 45-minütigen Anstieg zu Fuß über einen der Wanderwege hoch zum Gipfel des Berner Hausberges auf 858 Meter.

Ein paar Höhenmeter hatten wir jedoch noch vor uns. Im Gurtenpark steht ein 22 Meter hoher Aussichtsturm. Über eine Wendeltreppe gelangst du zu einer fantastischen Rundsicht über das Schweizer Mittelland sowie bei guter Sicht bis zur Bergkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau.

Nun hatten wir uns eine kleine Stärkung auf der Terrasse des Restaurant Gurtners verdient 😊

Wieder im Tal angekommen, steuerten wir unser Hotel in der Innenstadt an. Wir entschieden uns für das Swissôtel Kursaal Bern aufgrund des guten Preis-Leistungsverhältnisses und der Nähe zur Altstadt. Um Zeit zu sparen nahmen wir unser Mittagessen direkt in einem der Restaurants im Hotel ein.

Das Restaurant Giardino ist eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt wo auch Hunde willkommen sind. So konnte Kayla noch etwas Zeit mit uns verbringen bevor wir sie aufs Zimmer brachten zum Rasten und wir uns aufmachten die Innenstadt zu erkunden.

Was mir sofort auffiel… in Bern findet kein so hektisches Treiben statt wie man es von anderen Hauptstädten kennt. Ich würde sogar soweit gehen und Bern als sympatisches kleines historisches Städtchen bezeichnen. Ich hoffe die Schweizer nehmen es mir nicht übel 🤣

Die Berner Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Highlights sind unter anderem die Zytglogge (Zeitglockenturm), der Berner Münster, das Bundeshaus, sowie die 6 km langen Arkaden (Lauben) die das Herz jedes Shoppingfans höherschlagen lassen.

Die Zytglogge, einstiger Wehrturm, ist ein aus dem Mittelalter stammender Uhrturm mit astronomischer Uhr und Glockenspiel. Vor dem Turm findest du vermutlich die größte Touristenansammlung in Bern 😉 Es finden auch Führungen ins Innere des Glockenturms statt.

Der Berner Münster ist wohl eines der wichtigsten Wahrzeichen der Bundesstadt. Ein beeindruckendes spätgotisches Bauwerk mit dem höchsten Kirchturm der Schweiz. Die dazugehörige Münsterplattform ist ein Spielplatz für Jung und Alt. Mit ihren Grünflächen und schattenspendenden Kastanienbäumen lädt die Münster-Plattform zum Picknicken, Spielen und Ausruhen ein.

Natürlich darf das wichtigste politische Gebäude der Schweiz nicht fehlen. Derzeit macht das Bundeshaus hauptsächlich Schlagzeilen wegen der ständigen Corona Demonstrationen, welche davor stattfinden… bei unserem Besuch war jedoch alles ruhig 😉

Nachdem wir unseren Nachmittag mit Sightseeing und Shopping verbracht hatten, überkam uns schön langsam ein Hungergefühl. Wir drehten noch eine kleine Runde mit Kayla und machten uns fertig fürs Abendessen.

Wir hatten in einem ganz speziellen Restaurant einen Tisch fürs Dinner reserviert. Eine Reise für die Sinne… hieß es auf der Website des Restaurants «Essort». Das weckte natürlich unsere Neugier. Ihr wisst ja bereits, dass wir gerne kulinarisch etwas Neues ausprobieren 😋 Auf jeden Fall wurden wir nicht enttäuscht.

Nun war unser Kurztrip auch schon fast wieder vorüber. Bevor wir am nächsten Tag unsere Heimreise antraten, unternahmen wir jedoch nach dem Frühstück noch einen kurzen Spaziergang entlang der Aare zum Bärenpark und zum Rosengarten.

Der Bärenpark ist nicht im herkömmlichen Sinne ein Tierpark, sondern viel mehr ein 5000 Quadratmeter großes Naherholungsgebiet am unteren Ende der Altstadt und steht allen Besuchern rund um die Uhr kostenlos zur Verfügung. Wir beobachteten die Bewohner des Parks, die 3 Braunbären «Björk», «Ursina» und «Finn» eine Weile bevor wir weiter zum Rosengarten spazierten. Wenn sie nicht gerade im Winterschlaf sind, sind die Bären mit klettern, graben, schwimmen oder einfach nur ruhen beschäftigt. Besonders spannend war es auch für uns Kaylas Verhalten zu beobachten. Bis dahin waren wir mit ihr noch in keinem Tierpark und Bären hatte sie schon gar nicht sehen bekommen. Zu unserer Überraschung verhielt sie sich sehr ruhig und schnüffelte interessiert den seltsamen unbekannten Geruch ein 🤣

Der Rosengarten liegt etwas erhöht und bietet daher eine wunderschöne Aussicht auf die Altstadt und die Aareschlaufe. Wie der Name bereits verrät, ist der Rosengarten bekannt für seine Artenvielfalt. Er wird sowohl von Einheimischen als auch von Touristen gleichermaßen gerne besucht.

In unserem Video über Bern könnt ihr noch einmal alles Revue passieren lassen 😍

Unser persönliches Fazit zu Bern:

  • sympatische, gemütliche Stadt
  • tolle Shopping-Arkarde
  • leckere Restaurants

Auf folgender Seite kann man sich einen sehr guten Überblick über Bern verschaffen:

https://www.myswitzerland.com/de-ch/reiseziele/bern/

Beste Reisezeit:

Bern ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Wer die Bären sehen möchte sollte der Stadt zwischen März und Oktober einen Besuch abstatten, da die Bären in den Wintermonaten ihren Winterschlaf abhalten. Jedoch kann Bern auch im Dezember mit der Weihnachtsbeleuchtung und den Weihnachtsmärkten sehr schön sein.

Hotelempfehlung:

Swissôtel Kursaal Bern (gutes Preis-Leistungsverhältnis, Nähe zur Altstadt, hundefreundlich)

Restaurantempfehlungen:

  • Restaurant Giardino (nette Gartenanlage)
  • Restaurant Essort (Reise für die Sinne)

Sonstige Tipps/Empfehlungen:

Anreise zum Gurten: Der Gurten ist autofrei.

Wer mit dem Auto anreist, kann dieses im Parkhaus bei der Talstation der Gurtenbahn stehen lassen.

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Bahnhof Bern aus nehmen Sie am besten die S-Bahn Nr. 3/31 Richtung Belp bis zur Station «Wabern» oder das Tram Nr. 9 Richtung Wabern bis Haltestelle «Gurtenbahn». Die Talstation der Gurtenbahn liegt nur wenige Schritte von den Haltestellen entfernt.

Danach hat man die Möglichkeit zu Fuß oder per Gurtenbahn auf den Gurten zu kommen.

https://www.gurtenpark.ch/

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